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100 Jahre SPD Dillingen

SPD Dillingen feiert ihre 100-jährige Geschichte: Ehrenvorsitzender Dittmar Wächter (Stadtverbandsvorsitzender 1985-2005), Werner Schlosser (Stadtverbandsvorsitzender 2005-2012), Andreas Kleber (Vorsitzender der Stadtratsfraktion), Sylvia Hoffmann (Bürgermeister-Kandidatin), Erwin Planta (Bürgermeister 1994-2004), Petra Berg (Stadtverbandsvorsitzende seit 2012) und Hiltrud Wald (frühere Ortsvereinsvorsitzende Pachten)

Dillingen. Rückblicke und Ausblicke: Rund 50 Gäste kamen zur Jubiläums-Matinee der SPD in der Dillinger Stadthalle.

Mit einer Matinee in der Stadthalle feierte die SPD Dillingen am Sonntag ihr 100-jähriges Bestehen. Ex-Bürgermeister Erwin Planta beleuchtete die Entstehungsgeschichte des Ortsvereins. Dittmar Wächter, von 1985 bis 2005 Vorsitzender des Stadtverbandes und seitdem Ehrenvorsitzender, hielt den Rückblick auf die Nachkriegsgeschichte der Partei. Den Ausblick auf ein „soziales Dillingen“ gab Sylvia Hoffmann, seit 2014 Vorsitzende der SPD Innenstadt und aktuell auch Bürgermeister-Kandidatin.

Als Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes hatte Petra Berg zunächst die rund 50 Gäste begrüßt. „Der Tag ist auch für Dillingen etwas Besonderes“, verwies sie auf die wechselvolle Geschichte der Dillinger Sozialdemokraten. Deren komplizierte Entstehungsgeschichte analysierte zunächst Planta. Sein Vortrag begann mit der Frage: „Feiern wir möglicherweise ein oder gar drei Jahre zu früh?“

Vor hundert Jahren im Februar 1919 habe es im damaligen Gasthaus Lindenhof (später Café Zech) zwar eine Versammlung von Gewerkschaftern gegeben, aber eine förmliche Partei-Gründung erst ein Jahr später: am 16. Mai 1920, allerdings ein Ortsverein der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei (USP), der saarländischen Ausgabe der USPD, die sich 1917 in Gotha von der SPD abgespalten hatte. Es gab starke sozialistische Strömungen in der USP, auch in Dillingen.

1921 seien die Dillinger USP-Mitglieder sogar mehrheitlich zur KPD übergetreten. Nur Franz Glauben, der schon bei der Versammlung 1919 dabei war, habe die Sozialdemokratie in der Hüttenstadt stabilisiert und 1922 einen SPD-Ortsverein gegründet. Obwohl die förmliche Gründung also erst drei Jahre später stattfand, könne man „mit Fug und Recht“ sagen, dass die Wurzeln der Dillinger SPD in den Februar 1919 zurückreichen, erklärte Planta: „Glückauf zu 100 Jahren SPD Dillingen.“ Mit der Rolle der SPD bei der Rückgliederung des Saarlandes an das Deutsche Reich 1935 endete sein Vortrag.

Da die Partei im Nationalsozialismus verboten war, begann der Rückblick von Wächter folglich mit der Neugründung nach dem Krieg. In Dillinger Gasthaus „Schiedsmann“ kamen im August 1946 etwa 25 Mitglieder zur Bildung eines neuen Ortsvereins zusammen. Doch erst Anfang der 1960er Jahre habe eine „stetige Aufwärtsentwicklung“ eingesetzt.

Detailliert berichtete Wächter das Wachstum der Mitgliederzahlen, die Ergebnisse der Kommunalwahlen, die Zahlen der Stadtrats-Mandate sowie die Wechsel an der Spitze der Dillinger Ortsvereine. 1977 schlossen sich die Dillinger Ortsvereine Innenstadt, Überm Berg, Diefflen und Pachten zum SPD-Stadtverband zusammen. 1985 wurde der Ortsverein Dillingen-Nord gebildet. 1984 wurde mit Lothar Grund erstmals ein Sozialdemokrat Erster hauptamtlicher Beigeordneter, die SPD wurde bei der Kommunalwahl zur „bestimmenden Kraft“ im Stadtrat.

1989 schaffte die SPD erstmals die absolute Mehrheit im Rat und 1994 sei „der Höhepunkt der Entwicklung“ erreicht worden: Planta wurde zum ersten Dillinger SPD-Bürgermeister. Mitte der 1990er Jahre habe die Partei 150 Neu-Mitglieder in nur zweieinhalb Jahren, den höchsten Zuwachs landesweit auf insgesamt 1100 SPD-Mitglieder, in Dillingen verzeichnet. Der Verlust der absoluten Mehrheit 1999 und vor allem die verlorene Bürgermeisterwahl 2003 seien daher „herbe Niederlagen“ gewesen.

Trotz der „langen Zeit der Opposition“, meinte Wächter, blicke man der Kommunalwahl zuversichtlich entgegen. In einer kämpferischen Rede forderte Sylvia Hoffmann, den Fokus wieder stärker auf die sozialen Belange zu richten.

Musikalisch umrahmt wurde das SPD-Jubiläum von Wolfgang Winkler, der vor allem Lieder aus der Geschichte der Arbeiterbewegung vortrug. Passend dazu wurden 22 Tafeln einer Ausstellung der Stiftung Demokratie Saarland zur 150-jährigen SPD-Geschichte gezeigt.


Wir werden dich nicht vergessen!

Am 12. März 2019 verstarb unser langjähriger Weggefährte Dr. Rudi Peter. Rudi Peter wurde am 5. Oktober 1926 geboren. Beruflich war der promovierte Jurist und Soziologe als Assistent des Arbeitsdirektors der Dillingen Hüttenwerke und von 1969-1987 als Leiter des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft ISO tätig.

Dr. Rudi Peter wurde 1954 Mitglied der SPD. Von 1964-1969 gehörte er dem Dillingen Stadtrat an. Rudi Peter war 1977 Mitbegründer des SPD-Stadtverbandes Dillingen und seiner vier Ortsvereine. Er blieb acht Jahre lang Stadtverbandsvorsitzender. Ihm folgte sein bisheriger Stellvertreter Dittmar Wächter. 1985 gründeten Rudi Peter und Dittmar Wächter den SPD-Ortsverein Dillingen Nord, den Rudi Peter acht Jahre lang als Vorsitzender leitete. Danach waren Gerhard Müller (1993-95) und Dittmar Wächter (1995-2016) Ortsvereinsvorsitzende. Rudi Peter war bis 2010 als politischer Berater im Vorstand tätig.

Dr. Rudi Peter war ein politischer Visionär mit einem sensiblen Blick für die Herzen und die Bedürfnisse der Bürger. Schon Ende der siebziger Jahre initiierte er Projekte für Senioren: Unter anderem der Mobile Soziale Dienst, die Akademie für Ältere in Saarbrücken und die Leitstelle älter werden gehen auf seine Initiative zurück.

Vor über 30 Jahren gründete er die Zukunftswerkstatt. Ein wichtiges Anliegen waren ihm Fragen der Energie der Zukunft. Deshalb engagierte er sich sehr stark in Projekten, die mit Solarenergie in Zusammenhang standen: Solarkocher für Afrika, Solarausstellungen, Solarbootrennen und viele weitere Projekte gehen auf seine Initiative zurück.

Für sein ehrenamtliches Wirken erhielt Dr. Peter im Jahr 2004 das Bundesverdienstkreuz und 2014 die Willy-Brandt-Medaille, die höchste und selten vergebene Auszeichnung der SPD.

 

Wir verlieren mit Dr. Rudi Peter einen aufrichtigen Politiker und zuverlässigen Freund, dessen Handeln in besonderem Maße von Nächstenliebe und Mitmenschlichkeit geprägt war.


Seit 40 Jahren Erfolgsmodell: SPD-Kindergebrauchtkleidermarkt

Volles Haus herrschte wieder einmal beim SPD-Kindergebrauchtkleidermarkt in der Dillinger Stadthalle zum Abschluss des Jubiläumsjahres. Viele Käuferinnen und Käufer  nutzten das schlechte Wetter um Schnäppchen zu erwerben oder eine Pause  im Bistro-Bereich einzulegen. Die reichlich bestückte Kuchentafel war  einladend, so sah man rundum nur zufriedene Gesichter. 

 

Angefangen hatte alles im Sommer 1978 im damaligen SPD-Parteibüro in der Johannesstraße in Dillingen. Als diese Räume zu eng wurden, zog man um in die Seniorenbegegnungsstätte im Rathaus. Auch die war bald zu klein, so dass man 1986 das Foyer der Stadthalle anmietete. Wegen Renovierungsarbeiten in der Stadthalle, mußte man andere Räumlichkeiten suchen. So wurde der Markt anschließend über 30 mal  in der Römerhalle Pachten abgehalten. Angegliedert waren dabei Spielsachen- und Bücher-Flohmärkte. Darüber hinaus gab es Kommunionkleider-Märkte sowie Junioren- und Erwachsenen-Kleidermärkte. Auch die Römerhalle war bald  zu klein und das Parken ein Problem.  Nach einem kurzen Zwischenstopp im Gemeindehaus Diefflen konnte man wieder ins Stadthallenfoyer umziehen, wo der Markt bis heute zweimal jährlich im  Frühjahr und im Herbst stattfindet.

Ein besonderes Highlight war für die Dillinger SPD-Frauen 1986 die Einladung zum SPD-Bundesparteitag, wo sie ihre Aktion auf Bundesebene vorstellen durften und Ihnen besondere Anerkennung für hervorragende Vertrauensarbeit ausgesprochen wurde.

 

Die Dillinger Sozialdemokratinnen sind stolz auf  ihre Vorreiterrolle im Saarland und die unzähligen NachahmerInnen. Insbesondere junge Eltern oder Alleinerziehende profitieren davon.Dabei stehen nicht nur  die kleinen Preise, für die man gut erhaltene Dinge erwerben kann, im Blickpunkt. Bei gebrauchter Bekleidung ist die chemische Aufbereitung der Textilfasern an sich oder durch die Färbung bereits ausgewaschen und gibt Hautallergien keine Chance. Statt frühzeitiger Entsorgung wird die Kleidung weiter genutzt. Insgesamt geht es also  seit 4 Jahrzehnten um Nachhaltigkeit, Schonung der Ressourcen  und  um Umweltschutz. „Dieser Ansatz, neben dem sozialen Aspekt ist den SPD-Frauen seit vielen Jahren  wichtig. Wo andere reden, wurde und wird hier gehandelt“, so SPD-Stadtverbandsvorsitzende Petra Berg, MdL. „Der gut gefüllte DRK-Spendentisch ist eine weitere positive Ergänzung.“

 

Ein herzliches Dankeschön ging zum Abschluss des Jubiläumsjahres an die 70 Anbieterinnen und Kuchenspenderinnen, denen  ein Blumengruß überreicht wurde. 

 

Der nächste Termin für den SPD-Kindergebrauchtkleidermarkt ist der 14. September. Anmeldungen ab 26. August. Bitte vormerken!


Volles Haus beim Schweinskäsessen der Dillinger SPD

 
 

Rund 240 Gäste kamen am 18. Januar 2019 in die Römerhalle, um die Neujahrsveranstaltung der SPD Dillingen, das Schweinskäsessen, zu erleben. In diesem Jahr stehen die Kommunalwahlen im Vordergrund des politischen Interesses.

Die Dillinger SPD-Bürgermeisterkandidatin Sylvia Hoffmann und Landrat Patrik Lauer hielten engagierte Reden zur Verbesserung der Situation in Dillingen. Sylvia Hoffmann ist die Verbesserung der Wohnsituation in Dillingen ein ganz wichtiges Anliegen. Auch für die schulische Bildung muss von der Stadt deutlich mehr getan werden. Die steigende Armut trifft die Bevölkerung in Dillingen sehr stark. Auch hier muss die Stadt Hilfe leisten. Und nicht zuletzt der Abbau der Polizei: Sylvia Hoffmann kann nicht verstehen, warum der Bürgermeister und der Innenminister in der Hüttenstadt, die auf Platz vier der saarländischen Kriminalstatistik steht, auch noch Personal abbauen.

Anschließend ehrte die SPD-Landesvorsitzende Anke Rehlinger Dillinger SPD-Mitglieder für 40- und 50-jährige Mitgliedschaft. Und dann kam der Schweinskäs. Rund 600 Portionen hatten die Pachtener Schweinskäskocher vorbereitet. Im anschließenden Showteil traten die Golden Girls Pachtener Dickkäpp auf. Glückliche des Abends war Gerlinde Plewka, die eine von Heiko Maas gestiftete Berlin-Reise gewann.


Dillinger Krankenhaus soll 2019 schließen

Petra Berg: Der Alleingang der Marienhaus GmbH zur Schließung des Standortes Dillingen ist ein herber Schlag

Die SPD-Stadtverbandsvorsitzende Petra Berg erklärt zur beabsichtigten Schließung des Krankenhauses Dillingen: „Die Mitteilung der Marienhaus GmbH, den Standort Klinikum Dillingen zu schließen erfolgt überaus überraschend und entgegen vorheriger Absprachen. Die in 2014 eingesetzte Projektgruppe, die ein innovatives Zukunftskonzept für diesen Standort erarbeiten sollte, wurde bei dieser Entscheidung völlig übergangen.“


„Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Klinikträger gestaltet sich nach meinen Vorstellungen völlig anders. Die Tatsache, dass weder die Projektgruppe, aber vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diese Entscheidungsfindung nicht miteinbezogen wurden, ist ein herber Schlag ins Gesicht all derjenigen, die sich um die Interessen der Bürgerinnen und Bürger, der Patientinnen und Patienten Tag für Tag in Dillingen verdient machen“, moniert Berg.


Berg fordert, diese Entscheidung zwingend nochmal zu überdenken und eine transparente Informationspolitik jetzt unverzüglich zu betreiben: „Dazu gehört insbesondere, dass die Marienhaus GmbH offenlegt, welches Konzept sie zur Verhinderung arbeitsrechtlicher Nachteile für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfolgt und welche Absprache mit möglichen Investoren getroffen wurden.“


28.09.2014

Madatsträger 2014 - 2019


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